Wer beim Poker nicht direkt an Glücksspiele denkt, dem sei es nicht zu verübeln. Denn das beliebte Kartenspiel hat sich mittlerweile komplett in unsere Mitte der Gesellschaft geschoben; auch Jugendliche kaufen sich bereits diese coolen Koffer mit den Chips und Karten, um am Wochenende mit Freunden um Erdnüsse und Centbeträge zu zocken. Vorher aber kommt dieser Sinneswandel, denn noch vor einigen Jahrzehnten wurde das Spiel eher verpönt als hoch angesehen. Wir haben uns mal umgehört um herauszufinden, wie das legendäre Spiel im Wandel der Zeiten seinen Mann steht und warum es heute zu den absolut beliebtesten Tischspielen gehört.

 

Wie bei so vielem im Leben hat auch der Pokertrend seine Hoch- und Tiefpunkte überwiegend in der Popkultur erlebt. Filme und Serien, in denen entweder die Guten (wie etwa ein James Bond in „Casino Royale“) oder die Bösewichte (wie die meisten Bondgegner in den Filmen der 80er und 90er Jahre) am Tisch mit anderen saßen, haben zum großen Teil dazu beitragen, dass dieses Spiel in die Mitte der Gesellschaft getrieben wurde. Heute denkt man daher fast nur noch positiv über dieses Spiel, da es einfach zu lernen ist, wenig Hintergrundwissen bedarf und man es leicht mit nur wenigen Freunden und einem Deck Karten spielen kann. Es fehlt also nie viel, um schnell mal eine der Versionen auszutesten.

 

Das ist auch der Grund, warum immer mehr Städte und Ländern regionale und internationale Pokerturniere veranstalten und organisieren, denn man hat erkannt, dass sich mit diesem Trend wirklich eine Menge erreichen lässt. Aber nicht nur in Hallen wird gespielt, auch digital im Live Casino finden sich immer mehr Spieler aus der ganzen Welt zusammen, um schnell mal zu spielen; ganz gleich ob mit Einsatz – der Spielspaß ist dadurch konstant hoch, weil man keine gemeinsamen Sprache sprechen muss, um zu pokern. 

 

Und auch heute werden mehr und mehr Spieler fast wie Sporthelden bejubelt – logisch, denn es geht bei den großen Turnieren in Berlin und Las Vegas (gefühlt der Geburtsstadt des Glücksspiels) um zig Millionen und hochwertige Sponsorendeals, dank derer man oft für das Lebensende ausgesorgt haben kann; sofern man denn die richtigen Karten zugeteilt bekommen hat. 

 

Und genau das ist es, was dieses Spiel oft von anderen seiner Art unterscheidet – man muss mit den Karten spielen, die man bekommt. Pokern ist mehr als ein Glücksspiel, es ist Strategie, Menschenkenntnis, Mathematik und noch so viel mehr. Zu wissen, wie der Gegner auf bestimmte Karten reagiert kann oft den Unterschied zwischen Sieg und Niederlade ausmachen. Turniere in Deutschland sind auch daher echt sehr beliebt, weil man hier die Nähe zu Spielern haben kann. Denn auch wenn Poker nebst anderer Casinospiele immer noch einen bestimmten Glücksfaktor besitzt, so kann man sich dennoch Strategien abschauen, wie die Profis spielen und gewinnen. Das hilft dann auch bei den eigenen Versuchen am Wochenende, wenn man mit den Kumpels um Erdnüsse zockt. 

 

Die Pokertage in Deutschland fangen also erst so richtig an, es wird daher Zeit, sich intensiver mit der Königsdisziplin der Glücksspiele zu befassen, um mindestens so cool wie ein James Bond daherkommen zu können.