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Der Erfolg der zwei besten Poker-Profis und was man daraus lernen kann

Poker ist eines der faszinierendsten Kartenspiele, die es gibt. Das ist auch nicht verwunderlich, denn beim Poker geht es nicht einfach nur um das Kartenglück oder den Zufall. Hier vereinen sich viele mathematische und strategische Aspekte mit guter Menschenkenntnis. Genau diese braucht man auch, denn der Triumph in einem Spiel hängt oftmals davon ab, wer in der Lage ist, die Gestik und Mimik seiner Mitspieler lesen zu können. Diese psychologische Komponente hat dem Poker seine Einzigartigkeit verliehen, weshalb viele Menschen interessiert sind, das Spiel professionell zu erlernen. Wer gehört zu den erfolgreichsten Spielern weltweit, was kann man von ihnen lernen und wie kann man selbst besser werden?

Die erfolgreichsten Poker-Spieler 2018

Mit einem Gesamtgewinn von mehr als 34 Millionen Dollar kann der Kanadier Daniel Negreanu als derzeit bester Pokerspieler der Welt bezeichnet werden. Mit Durchhaltevermögen, Disziplin und einem scharfen Verstand hat er den Titel des Global Power Index Players des Jahrzehntes erhalten und konnte stetig gute Leistungen in seinen Livespielen zeigen. Interessanterweise hat er genau diese Eigenschaften als Qualitäten bei seinen deutschen Kollegen ausgemacht, vor denen er großen Respekt hat. Daniel Negreanu ist der einzige Spieler, der es schaffte, die World Series bracelets in Las Vegas, Europa und Australien zu gewinnen. Seinen höchsten Gewinn mit satten 8.29 Millionen Dollar schaffte er 2014 bei der WSOP.

Als zweiterfolgreichster Spieler kann der US-Amerikaner Erik Seidel eingestuft werden. Er ist mit 33,3 Millionen Dollar dicht hinter Negreanu und konnte schon 1988 auf sich aufmerksam machen, als er den zweiten Platz beim WSOP Hauptevent erreichte. Seine Spielleistungen flossen sogar in den Film "Rounders" mit ein. Das bisherige Highlight seiner Karriere kam jedoch 2011, als er 2,5 Millionen Dollar in Melbourne, Australien gewann und in den folgenden 12 Monaten insgesamt 6,5 Millionen Dollar mit nach Hause nahm.

Wichtige Ratschläge

Die wichtigste Lehre, die man aus dem Erfolg der Pokerprofis ziehen kann, ist große Beharrlichkeit zu entwickeln - denn es kann länger dauern, bis sich erste Erfolge einstellen. Kein Spieler wurde über Nacht zum Profi, was bedeutet, dass man viele Jahre in das Spiel investieren muss und sich dabei auch nicht von Rückschlägen beeinflussen lassen darf. Ansonsten empfiehlt es sich, die professionelle Literatur von berühmten Spielern zu studieren. Hierzu zählen auch Klassiker wie Phil Gordons Werke, zum Beispiel das "Little Green Book" oder "Super System II" von Doyle Brunson.

Die Theorie ist wichtig, aber am Ende bleibt die Übung einer der wichtigsten Aspekte. Man sollte gegen eine Vielzahl unterschiedlicher Menschen spielen, um ein Gespür für verschiedene Persönlichkeiten und ihre Spielstile zu bekommen. Nicht immer bietet es sich einem jedoch an, in seinem Bekanntenkreis die nötigen Leute zu finden. Als Alternative lohnt es sich jedoch, im Internet zu spielen, um die nötige Expertise sowie eine gewisse Spielroutine zu entwickeln. Dort bietet sich insbesondere die bekannteste Form des Pokers, das Texas Holdem an, zumal diese häufig in Pokerturnieren benutzt wird. Man bekommt hier nicht nur ein Gefühl für das Pokerspiel im Allgemeinen, sondern kann gegen andere Spieler rund um die Welt in Videostreams antreten. 

Sobald man die Grundlagen gelernt hat, kann man mit den ersten Spielen beginnen. Wichtig hierbei ist, sich Aufzeichnungen von jedem Spiel und seinen Ergebnissen zu machen. So bekommt man eine bessere Übersicht über seinen eigenen Lernfortschritt und weiß genau, wie viel man gewonnen und verloren hat. Allgemein empfiehlt sich eine methodische und analytische Vorgehensweise, wenn man zu den besseren Spielern aufsteigen möchte. Diese Übersicht erlaubt einem, eine passende Strategie zum eigenen Spielstil aufzustellen, konkreter gesagt: man lernt, wie viel man an Wetteinsätzen riskieren sollte. Je detaillierter dieser Plan ist, desto besser. So wird man in die Lage versetzt, Schwachstellen im eigenen Spiel identifizieren zu können und kontinuierlich daran zu arbeiten.