Das Ende von Online-Poker in Deutschland?

Ein Beitrag über die 2021 eingeführte Pokersteuer. 

Am 26.03.2021 beschloss der Bundesrat aus Modernisierungsgründen das Gesetz Online-Poker zukünftig zu besteuern, ebenso wie schon bereits versteuerte Glücksspielformen. Der Hintergrund dafür sei eine Möglichkeit, Online-Poker zu legalisieren.

Poker ist jedoch nicht vergleichbar mit anderen Glücksspielen, die in Casinos angeboten werden. Eine logische Konsequenz daraus könnte das Aussterben von Online-Poker und das Hinführen zur Illegalität der Spieler*innen sein. 

„Online-Poker und virtuelles Automatenspiel werden künftig wie bisher schon bei Rennwetten, Sportwetten, öffentlichen Lotterien und Ausspielungen besteuert“ (vgl. Bundesrat-Kompakt). Und mit diesem Gesetz soll nun der geleistete Spieleinsatz abzüglich der Steuer eingezogen werden, damit die Spieler*innen teilnehmen können. 5,3 % Steuern sollen die Spieler*innen also leisten. Gehe ich also mit 100 Euro in das Spiel, kann ich davon faktisch nur noch 94,70 Euro einsetzen. 

Poker bildet nur einen geringen Baustein aller Glücksspiele, was aber kein Grund für ein Gleichsetzen mit anderen bedeuten darf! Offensichtlich wurde dieser Aspekt bereits von Staatsseite verstanden. Obwohl Gewinne aus Glücksspielen, wozu auch Pokern nach dem Gesetz gehört, steuerfrei sind, werden Pokergewinne besteuert. Es macht den Eindruck, dass die Behörden von diversen Zusatzeinnahmen durch ein solches Gesetz träumen, da mit mehr als 350 Millionen Euro gerechnet wird – die Realität wird vermutlich anders aussehen. 

Sobald nähere Infos oder Gesetze folgen, berichten wir natürlich für euch. 

So lange wir noch „normal“ online zocken können, haben wir hier für euch einen kleinen Bonus, um zu starten.

Wir sehen uns an den Tischen und/oder jeden Dienstag und Donnerstag bei twitch.tv/europeanpokerdays!